Der Wischroboter – eine bequeme Alternative

Die moderne Technologie hat schon längst in den Haushalten Einzug gehalten. Durch sie wird die anstrengende Hausarbeit erleichtert, denn sie arbeitet in vielen Fällen selbstständig und vollautomatisch. Dabei übernimmt die Technik die unterschiedlichsten Aufgaben.

Was kann es eigentlich Besseres geben, als dass man nach einem langen stressigen Arbeitstag nach Hause kommt und der gröbste Teil der Hausarbeit bereits erledigt ist, so dass man entspannt die Füße hochlegen kann. Der Verbraucher greift bereits immer häufiger zum Saugroboter und diese praktischen Geräte reagieren in der neuen Generationen auch erfreulich intelligent. Wer ein wenig mehr in ein solches Gerät investiert, der erhält ein Gerät, dass vollständig autark arbeitet. Nahezu jeder Winkel in der Wohnung wird durch die 3D-Raumnavigation abgedeckt. Was liegt in dem Fall näher, als einem dieser nützlichen Haushaltshelfer nicht das Saugen zu übertragen, sondern auch das Wischen des Fußbodens?!

Wie funktioniert ein Wischroboter

Die Hersteller und der Handel bieten die Wischroboter in den unterschiedlichsten Varianten und Verarbeitungsqualitäten an. Konzipiert sind die Geräte speziell für den Einsatz auf Fliesen, PVC, Parkett und Laminat. Die Bauformen der gängigen Modelle sind entweder rund oder eckig gehalten und an der Unterseite befinden sich zwei starre Antriebsräder. Nimmt das Gerät einen Richtungswechsel vor, dann werden die beiden Räder in unterschiedlichen Geschwindigkeiten angetrieben bzw. sie werden abgebremst. Das Vorderrad, welches sich an der Frontseite befindet, hat lediglich eine passive Funktion inne.

An der Unterseite befinden sich ebenfalls seitlich die Reinigungsbürsten, die den Schmutz zur Gerätemitte befördern. Von dort wird er dann durch eine oder mehrere Turbobürsten in den Staubbehälter befördert. Ein Saugmotor erzeugt im Inneren des Gerätes einen Unterdruck, womit selbst feinste Staubpartikel von dem Gerät aufgenommen werden können. Angetrieben wird das Gerät durch einen wiederaufladbaren Akku.

Der Bodenwischroboter ist im Grunde nichts anderes, als eine Weiterentwicklung des bereits bekannten Saugroboters. Je nach Modell saugt das Gerät nicht nur den Boden, sondern wischt diesen zugleich. Selbst das Trocknen übernehmen die aktuellen Geräte zuverlässig. Dadurch ist es möglich, den Raum schnell zu betreten, nachdem er gesäubert ist.

Die Arbeitsweise des Nasswisch-Roboters, lässt sich in drei verschiedene Arbeitsschritte einteilen bzw. unterscheiden:

  • Der Wischroboter trägt ein Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel auf den Boden auf.
  • Die Fläche wird anschließend mit einer Bürste sauber geschrubbt und gereinigt.
  • Das schmutzige Wasser wird von einem separaten Behälter aufgenommen.

In den meisten Fällen werden an einem Feucht- und Trocken-Wischroboter Mikrofasertücher magnetisch befestigt. Diese werden über einen zusätzlichen Tank mit Flüssigkeit versorgt. Allerdings sind diese Geräte im Vergleich zum Nasswisch-Roboter langsamer.

Der dritte im Bunde der Wischroboter ist der mit elektrostatischen Tüchern. Durch diese trockenen und elektrostatisch aufgeladenen Tücher werden Haare und Schmutz zuverlässig aufgenommen. Allerdings ist es nicht möglich, mit diesem Gerät groben Schmutz oder Flecken zu beseitigen. Bei dem Modell mit den Einweg-Vliestüchern müssen diese nach jedem Reinigungsvorgang gewechselt werden.

  • Die Geräte werden immer intelligenter

Die Wischroboter können auf allen glatten Oberflächen angewendet werden. Damit ist dieser kleine, moderne Helfer einsetzbar auf Holzfußboden, Belägen aus holzähnlichen Materialien, wie beispielsweise Laminat und Parkett oder Fliesen. Um sicher zu stellen, dass der Wischroboter zuverlässig arbeitet, ist er mit verschiedenen Sensoren ausgestattet, über die er die Oberfläche erkennt. Damit wird zuverlässig vermieden, dass der Wischroboter ungewollt Teppiche und Teppichböden wischt.

Nicht nur der Untergrund wird zuverlässig erkannt, sondern auch der Verschmutzungsgrad. Abhängig davon wird von dem Wischroboter das passende Programm ausgewählt. Zudem erkennt der intelligente Haushaltshelfer Absätze und Hindernisse, wie beispielsweise Türen, Möbelstücke, Kabel, Treppen und Lebewesen. Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass das nicht immer ganz reibungslos klappt und so mancher Haushaltsroboter auch einmal an einem herumliegenden Kabel oder einem Möbelstück hängen bleibt.

Information: Die modernen Geräte begeben sich zurück zur Ladestation, sobald das Akku sich entleert. Dort dockt der Wischroboter dann an und lädt seinen Stromspeicher wieder auf. Das unterbrochene Arbeitsprogramm wird im Anschluss weiter aufgeführt und beendet. Somit kann selbst dann geputzt werden, wenn niemand zu Hause ist.

Da Wasser und Strom nicht gerade eine ungefährliche Kombination darstellen, sollte diesem Umstand stets Rechnung getragen werden. Zudem können Teppichkanten oder Stuhlkufen für das eine oder andere Modell zum Hindernis werden, an dem es dann hängen bleibt. Sollte das der Fall sein, dann schaltet sich das Gerät automatisch ab und man muss ihm dann erneut auf die Sprünge helfen. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Wischroboter nicht ganz ohne Aufsicht seine Arbeit verrichten zu lassen. Sollte der zu reinigende Untergrund aus Parkett bestehen, dann muss darauf geachtet werden, dass dieses versiegelt ist. Denn sollte ein Holzboden nicht versiegelt sein, dann kann über die Fugen zu viel Nässe in den Fußbodenbelag eindringen, wodurch er Schaden nimmt.

In den meisten Fällen stellen frische oder feuchte Flecken keine große Herausforderung für den Wischroboter dar. Doch anders sieht es aus, wenn die Verschmutzungen hartnäckig und eingetrocknet sind. Damit diese Herausforderung auf den ersten Anlauf gelingt, sollte der Nasswisch-Roboter mit einem mehrstufigen Reinigungsprogramm ausgestattet sein.

Auch hier geht es nicht ohne „Handanlegen“

Die Modelle sind mit zwei Behältern ausgestattet:

  • zu Beginn der Reinigungsarbeiten ist ein Behälter leer und dient während der Reinigungsarbeiten als Schmutzwasserauffang.
  • der andere Tank beinhaltet das Gemisch aus Wasser und Reinigungsmittel.
  • Die Größe der Behälter, bzw. das Volumen, dass diese aufnehmen können, ist von dem jeweiligen Modell abhängig.
  • Die einzigen Handgriffe, die man noch selbst übernehmen muss, bei dieser modernen Variante der Fußboden-Säuberung, ist die Tanks vor- bzw. nach dem Reinigungsdurchgang mit Frischwasser zu füllen oder das Schmutzwasser zu entleeren.

Sollte es sich um ein Hybridmodell handeln, welches saugt und wischt, dann ist die ausschließliche Verwendung als Saugroboter ebenfalls möglich. In diesem Fall ist es selbstverständlich auch möglich, Teppichböden zu reinigen. Hier entspricht die Funktionsweise dann der eines herkömmlichen Saugroboters.

Die Vorteile der Wischroboter

Besonders gut kann ein Wisch-Saugroboter in einer bereits gereinigten und relativ sauberen Wohnung seine Stärken zur Geltung bringen. Die verschiedenen Geräte, die im Handel erhältlich sind, punkten durch ihren sparsamen Umgang mit Wasser und Reinigungsmittel. Wird ein solches Gerät mit einem herkömmlichen Staubsauger verglichen, dann arbeitet der Saugroboter auch geräuschärmer.

  • Die Vorteile

+ die Wohnung bleibt stets sauber und gründlich gereinigt, bei einer regelmäßigen Anwendung des Wischroboters

+ besonders empfehlenswert für Berufstätige, Familien mit Kindern und/oder Haustieren

+ eine einfache Bedienung

+ geringer Wartungsaufwand

+ auch für ältere und bewegungseingeschränkte Menschen praktisch

  • Die Nachteile

Ist eine Wohnung stark verschmutzt, dann stößt der Wischroboter an seine Grenzen.

x hartnäckige und stark eingetrocknete Flecken benötigen eine manuelle Vorbehandlung

x die Saugkraft ist nicht mit einem herkömmlichen Staubsauger vergleichbar

x das temporäre und manuelle Durchsaugen sowie Wischen wird durch den Wisch-Staubsauger nicht ersetzt

x einige Modelle weisen eine eher mangelhafte Hinderniserkennung auf und bleiben hin und wieder hängen

Was kostet ein Wischroboter?

Ein günstiges Gerät im Einsteigersegment ist bereits für deutlich weniger als 100 Euro erhältlich. Top-Geräte hingegen können dagegen mit Preisen zwischen 300 und 500 Euro zu Buche schlagen oder sogar darüber liegen. Letztendlich hängt es davon ab, wie viel man selbst bereit ist, für einen solch praktischen Haushaltshelfer zu bezahlen. Wie bei allen anderen Dingen gilt auch beim Wischroboter: Qualität hat ihren Preis. Wird in ein hochwertiges Modell investiert, dann profitiert man von einer hervorragenden Verarbeitung und zahlreichen Funktionen.

Wie werden die besten Reinigungsergebnisse erzielt?

Der Wischroboter, der durch das Haus oder die Wohnung wuselt, kann durchaus den Eindruck erwecken, dass er lebendig ist. Er arbeitet sich völlig selbstständig durch die einzelnen Räume, arbeitet sorgfältig die Ecken ab, verschwindet unter Möbeln, um dort den Wollmäusen den Kampf anzusagen, und kommt dann langsam aber stetig wieder zum Vorschein, damit er auf der ebenen und freien Strecke wieder Fahrt aufnehmen kann. Sollte während des Arbeitsvorgangs der Akku zu Neige gehen, dann fährt der Wischroboter selbstständig zu seiner Ladestation zurück und dort neue Energie zu tanken. Dieser Faszination kann sich kaum einer entziehen und zu Beginn schaut die gesamte Familie begeistert zu, um die doch als possierlich anmutenden Bewegungen des neuen Hausbewohners zu verfolgen.

Für den kleinen Roboter sind die ebenen und nicht zu sehr verwinkelten Flächen das ideale Umfeld. Sollte der Boden aus unterschiedlichen Flächen bestehen, die zum Teil nicht von ihm gereinigt werden sollen, dann besteht die Möglichkeit, dem Wischroboter künstliche Grenzen zu setzen. Einige Modelle enthalten im Lieferumfang Magnetbänder, die auch vor dem ungewollten Absturz an Treppen oder Absätzen schützen. Andere Hersteller, wie beispielsweise iRobot, setzen dabei auf die sogenannten virtuellen Walls. Die „neuralgischen Punkte“ des Roboters werden mit der Zeit erkannt und man lernt, die Wohnung so zu gestalten, dass sie „robotertauglich“ wird.

Einen Wischroboter kaufen – worauf muss geachtet werden?

Die Hersteller und der Handel bieten Wischroboter in den verschiedensten Ausführungen an und das in den unterschiedlichsten Preisklassen. Bevor ein Wischroboter gekauft wird, sollte auf einige Kriterien geachtet werden.

  • Die Größe der Flächen, die es zu reinigen gilt

Die Wischroboter sind je nach Modell mit sehr unterschiedlich großen Tanks für Frisch- und Schmutzwasser ausgestattet. Ganz unabhängig davon, sind die Modelle in der Lage, pro Reinigungsvorgang verschieden große Fläche zu reinigen. Sind die Behälter voll bzw. leer, dann muss das Schmutzwasser entleert und das Frischwasser aufgefüllt werden. Je kleiner das ausgewählte Modell ist, desto häufiger ist dieser Vorgang zu wiederholen.

  • Das Budget

Wie bereits des Öfteren erwähnt, Wischroboter werden in den verschiedensten Ausführungen angeboten und damit auch in sehr unterschiedlichen Preisklassen. Aus diesem Grund ist das Budget, dass für den Kauf eines Wischroboters eingeplant ist bzw. zur Verfügung steht, ein wichtiges Kriterium für die Auswahl, die dadurch von vornherein eingegrenzt werden kann. Die Staub- und Wischtücher sowie die Reinigungsmaterialien sind Verbrauchsmaterialien – daher müssen diese nachgekauft werden. Auch diese Kosten sollten mit einkalkuliert werden.

Info: Es sollte zudem der Fehler vermieden werden, zu einem zu kleinen Modell zu greifen. Denn auf den ersten Blick kann ein preiswertes Modell sehr schnell zu einem teuren werden. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn häufiger Verbrauchsmaterial nachgekauft werden muss, als bei einem Modell, das für größere Räume geeignet ist.

Bei den Wischrobotern ist die Preisspanne sehr groß. So werden einfache und günstige Einsteigermodelle bereits für weniger als 100 Euro angeboten. Die Spitzenmodelle hingegen werden zu einem Preis von mehr als 300 Euro teilweise im Handel verkauft. Die hochwertigeren Modelle bieten dabei nicht nur mehr Funktionen und individuelle Einstellungsmöglichkeiten, sondern sie überzeugen auch durch eine bessere Verarbeitung.

Zudem ist auch die Art und die Häufigkeit ein wichtiges Auswahlkriterium. Soll der Wischroboter oft und/oder bei starken Verschmutzungen eingesetzt werden, dann sollte besser zu einem hochwertigen und damit hochpreisigen Modell gegriffen werden. Ein preisgünstiges Modell hingegen ist für kleinere Räumlichkeiten geeignet, in denen es ausreichend ist, trocken zu wischen. Ist der Wischroboter mit Sensoren ausgestattet, dann kann er selbstständig die Wohnung scannen und berechnet dann automatisch die günstigste Route. Die Folge sind optimale Reinigungsergebnisse in kürzester Zeit.

  • Der Verschmutzungsgrad der Räume

Mit in die Planung eines Wischroboters muss der Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Räume einbezogen werden. So fällt in einem Mehrpersonenhaushalt oder bei der Haustierhaltung mehr Schmutz und Staub an, als in einem Single-Haushalt. Selbst bei Häusern mit einem direkten Zugang zum Garten oder bei Geschäftsräumen und Büros, wo ein reger Publikumsverkehr herrscht, ist eine höhere Verschmutzung einzuplanen.

  • Adieu wischen – von dieser Vorstellung sollte sich jeder verabschieden

Die Verbraucher werden von den Herstellern mit dem Versprechen gelockt, dass sie nie wieder von Hand wischen müssen. Aber die Realität gestaltet sich ganz anders. Sicherlich ist ein Wischroboter ein überaus praktischer Helfer, aber dennoch ist er nicht in der Lage eine gründliche und manuelle Reinigung zu ersetzen. Trotz all der technischen Verbesserungen der Geräte ist es dennoch von Zeit zu Zeit notwendig, selbst Hand anzulegen. Jedoch trägt der Wischroboter maßgeblich dazu bei, dass diese Intervalle sich deutlich verlängern.

Die führenden Hersteller von Wischrobotern

  • iRobot

1990 wurde das Unternehmen iRobot von Spezialisten für Robotik des Massachusetts Instituts of Technologie gegründet. Das Ziel, dass sie verfolgten: nützliche Helfer alltagstauglich und für die Haushalte zugänglich zu machen. Im Jahr 2014 waren mehr als 500 Experten aus dem Bereich Robotik bei iRobot beschäftigt und das Unternehmen erzielte einen Jahresumsatz von mehreren hundert Millionen US-Dollar. Der Firmenhauptsitz von iRobot befindet sich in Massachusetts.

Die Geräte von iRobot haben die Art und Weise, wie ein Haus oder eine Wohnung gereinigt wird revolutioniert. Zugleich wurde eine neue Ära in der Hausroboter-Technik von iRobot eingeläutet. Das Flaggschiff des US-amerikanischen Unternehmens ist der Saugroboter „iRobot Roomba“. Mit ihm wurde die Robotertechnik erstmalig praxistauglich gemacht und es wurde aufgezeigt, dass diese nützlichen Helfer mehr, als nur eine pure Modeerscheinung, darstellten. Ergänzt wird die Produktreihe von dem Bodenreinigungsroboter „iRobot Scooba“, dem Bodenwischroboter „iRobot Braava“, dem Poolreinigungsroboter „iRobot Mirra“ und dem „iRobot Looj“ der für die Dachrinnenreinigung zuständig ist.

  • Dirt Devil

Bereits seit den frühen 1990er Jahren sind die zumeist knallroten Staubsauger der Marke Dirt Devil in Deutschland erhältlich. Die Geräte sind heute in vielen Haushalten zu finden und dabei fallen die verschiedenen Modelle nicht nur durch ihr lebhaftes Design auf, sondern sie überzeugen durch ihre Leistung und Qualität. Eines der stärksten Kaufargumente für die Produkte von Dirt Devil sind die attraktiven Preise.

Die Geschichte des innovativen Unternehmens reicht allerdings viel weiter zurück und beginnt in den USA im Jahr 1905. Zu dieser Zeit gründete Phillip A. Geier ein kleines Unternehmen, in der er handgemachte Staubsauger fertigte. Auch Geier begann, wie so oft bei den amerikanischen Erfolgsgeschichten, ein einer Hinterhofgarage. Diese stand in Cleveland und dort stellte er in den kommenden Jahren exklusive Reinigungsgeräte her. Jedoch konnten sich diese Staubsauger nur sehr wenige Menschen leisten und damit ist es nicht verwunderlich, dass sie fast ausschließlich in den großen Villen zum Einsatz kamen.

Geier baute in den folgenden Jahren erfolgreich weitere Exemplare und er erweiterte seine rot leuchtende Produktpalette durch Mixer und andere Küchengeräte. Während des 2. Weltkriegs produzierte das Unternehmen Kriegsmaterialien. Nach Kriegsende wandte man sich erneut der Herstellung von zivilen Produkten zu, wobei der Staubsauger noch immer eine wichtige Säule des Unternehmens darstellt. Anfang der 1950er Jahre wird das Unternehmen von der Walter Schott Organization übernommen. Als Dirt Devil in eine finanzielle Schieflage geriet, schlossen sich einige Mitarbeiter um Stan Ebor zusammen um den drohenden Untergang abzuwenden und kauften 1969 kurzerhand ihren Arbeitgeber auf.

1981 verstarb Stan und Dirt Devil wurde von einem asiatischen Investor übernommen. Ab dem Zeitpunkt wurden nicht mehr nur handgefertigte Staubsauger aus Metall hergestellt, sondern durch die Verwendung von Kunststoff wurde es möglich, weitaus günstigere Geräte zu produzieren und zu vertreiben. Dirt Devil spricht heute dank seines breit aufgestellten Sortiments unterschiedliche Verbraucher an. Die Produktpalette umfasst die praktischen Bodenstaubsauger, Akku-Staubsauger, Dampfreiniger und Saug- und Wischroboter.

  • Vileda

Vileda dürfte den meisten ein Begriff sein, denn dabei handelt es sich um den Spezialisten für ein sauberes Zuhause. Der Ursprünge des innovativen Unternehmens gehen auf das Jahr 1849 zurück. Zu dieser Zeit übernahm Carl Johan Freudenberg in Weinheim die Gerberei Heintze und Sammet. Der Erfinder der Vliesstoff-Technologie Dr. Ludwig Nottenbohm wird von Hans und Richard Freudenberg im Jahr 1936 verpflichtet und seine Forschungsarbeit war es, die schließlich dazu führte, dass 1948 das Unternehmen Vileda gegründet wurde.

Zur gleichen Zeit stellte das neu gegründete Unternehmen auch sein erstes Produkt vor und brachte es in den Handel: das Vileda Fenstertuch. Aus dem ehemaligen Label als klassisches Marketing- und Vertriebsgesellschaft entwickelte sich 1962 die Vileda GmbH. Auch das Fenstertuch ist in der weiterentwickelten Form des Unternehmens noch immer im Produktsortiment zu finden. Zum Fenstertuch kamen in den folgenden Jahrzehnten Haushaltstücher, Schwammtücher, Bodentücher, Tücher für die Geschirrreinigung und ein Autotuch. Ergänzt wurde das Sortiment durch Reinigungsgeräte wie den Wischmopp und den Wischmat. Abgerundet wird das Sortiment durch Haushaltshandschuhe und Produkte zur Wäschepflege.

International schaffte Vileda zu Beginn der 1980er Jahre den internationalen Durchbruch. Der Hersteller entwickelte im neuen Jahrtausend dann auch seinen ersten Staub-Wischroboter „ViROBI“. Dieses Gerät reinigt automatisch und vollkommen selbstständig alle Arten von Hartböden. Der kleine Roboter nutzt dafür ein elektrostatisches Einweg-Vliestuch. 2013 legte Vileda den vorerst letzten Meilenstein seiner Unternehmensgeschichte, als das Unternehmen in den Markt der Reinigungsroboter eintrat.

  • Moneual

Das Unternehmen Moneaul-Robotic hat seinen Firmensitz in Korea. Die ersten Produkte des koreanischen Unternehmens sind Heimkino-PCs. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Produktpalette um All-in-One-Computer, Notebooks und Gesundheits- sowie Kosmetikprodukte vergrößert. Der Spezialist für Robotertechnik wird 2004 gegründet, der heute zu den erfolgreichsten und bedeutendsten Herstellern für Wisch- und Staubsaugerroboter gilt. Händler in mehr als 40 Ländern werden von Niederlassungen, die sich in der ganzen Welt befinden, beliefert.

Monueal beschäftigt rund 400 Mitarbeiter und sie alle haben dazu beigetragen, dass sich das vergleichsweise junge Unternehmen schnell auf internationaler Ebene einen hervorragenden Ruf erarbeiten konnte. Von Moneual werden auf dem deutschen Markt zwei Saugroboter angeboten: Der „MR 6500“ und der „MR7700“. Beide Modelle sind im mittleren Preissegment angesiedelt und sprechen dadurch eine breite Zielgruppe an. Die Palette wird mit dem „Monueal MR6800m“, einem formschönen Saug- und Wischroboter ergänzt.

  • Kärcher

Mitte der 1930er Jahre eröffnete der junge Ingenieur Alfred Kärcher seine erste Werkstatt in Stuttgart-Cannstadt. Damit legte er den Grundstein für eine heute weltweit erfolgreiche Unternehmung. In den ersten Jahren produzierte das junge Unternehmen Produkte für die Industrie, wie beispielsweise den „Kärcher Salzbadofen“. Bereits wenige Jahre nach der Gründung zog Kärcher mit seinem Unternehmen nach Winnenden, wo das Unternehmen noch heute seinen Hauptsitz hat. Während des 2. Weltkriegs fertigt Kärcher wie viele andere Unternehmen auch, verschiedene andere Geräte, wie bspw. große Heizungen, die in den damaligen Zügen für Wärme sorgten. Nach dem Krieg bestand für diese Produkte kein Bedarf mehr und daher verlegte Kärcher seine Produktion auf die Herstellung von Geräten für den Endverbraucher.

Bis Mitte der 1950er Jahre stellte Kärcher unter anderem kleine Herde her und produzierte ebenfalls Handkarre, die für den Transport von Waren und Lebensmittel geeignet waren. 1950 legte Kärcher mit der Präsentation des ersten Hochdruckreinigers einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte. Bei diesem Reiniger handelte es sich um das erste Gerät, welches für eine noch effizientere Reinigung von Wänden sorgte, wofür das Wasser erhitzt wurde. Es folgten in den kommenden Jahren noch weitere Geräte und fortan konzentrierte sich Kärcher auf die Entwicklung von Reinigungsgeräten.

Ab den 1960er feierte Kärcher nicht nur in Deutschland große Erfolge und konnte sich als Marke fest etablieren. Es werden in Frankreich und Österreich Niederlassungen eröffnet und auch eine Filiale in der Schweiz folgte. Ab 1962 lässt Kärcher auch in Südamerika und Brasilien fertigen. Die Geräte des Unternehmens trugen bis Mitte der 1980er Jahre die Farbe Blau, doch 1984 wurde zu einem eingängigen Geld gewechselt. Diese Farbe ist bis heute auf den Reinigungshilfen des Unternehmens zu finden.

Die Hochdruckreiniger werden bis in die 1990er Jahre ausschließlich für den industriellen Einsatz produziert. Doch ab 1993 wurden dann auch die ersten für den Endverbraucher konzipiert. Des Weiteren wurde die Produktpalette um verschiedene Staubsauger erweitert. Mit seinen reinigenden Geräten ist Kärcher sehr erfolgreich. Der vollautomatische RoboCleaner „RC300“ wurde 2007 von Kärcher erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Wischroboter und seine Geschichte

Viele Menschen sind der festen Ansicht, dass der Wischroboter, der Saugroboter sowie ähnliche Geräte eine völlig neue Erfindung sind. Doch diese Produkte gibt es bereits seit vielen Jahren. Die Vorreiterrolle im Home-Robotic-Bereich ist der amerikanische Roboterspeziliast iRobot wohl zuzuschreiben. Das Unternehmen wurde bereits 1990 gegründet, doch es wurden noch weitere 13 Jahre von dem Gründungspunkt benötigt, bis das mit dem ersten Modell eine neue Ära eingeläutet werden konnte. Ein wenig schneller war Ecovacs, denn das Unternehmen stellte bereits zur Jahrtausendwende den ersten Saugroboter „Deebot“ der Öffentlichkeit vor.

Im Laufe der Zeit haben sich die verschiedenen Modelle sehr stark weiterentwickelt und sind den Kinderschuhen entwachsen. Die ersten Geräte fuhren noch eher planlos und eher nach dem Zufallsprinzip durch die Räume, so gehen die aktuellen Modelle wesentlich systematischer und damit ökonomischer vor.

Der Netao Robotics 2010 setzte mit dem sogenannten Raum-Mapping und der damit verbundenen Lasertechnologie ganz neue Maßstäbe. Vorwerk folgte rund ein Jahr später mit seinem ersten Saugroboter-Modell und auch Evolution Robotics brachte im gleichen Jahr den „Mint Waschroboter“ auf den Markt. 2011 stellte Evovacs den ersten Fensterputzer auf Roboterbasis her.

2012 war es dann so weit, dass iRobot seinen Konkurrenten Evolution Robotics aufkaufte, womit sich zugleich weitere, sehr interessante Sparten eröffneten: Putzroboter, Wischroboter, Roboter die das Fensterputzen übernehmen, Modelle für den Außenbereich wie Pool-, Rasenmäher- oder sogar Grillreinigungsroboter sowie nützliche Helfer, um die Dachrinnen zu reinigen. Einige Modelle sind heute bereits über Apps steuer- und programmierbar. Welchen Reinigungsfortschritt die Geräte machen, dass kann ebenfalls via Smartphone überwacht werden.

FAQ rund um den Wischroboter

  • Handelt es sich beim Wischroboter eher um eine Spielerei oder funktioniert das tatsächlich?

Die Wischroboter sind schon längst ihren Kinderschuhen entwachsen und auch technologischer Seite so fortgeschritten, so dass sie die Bodenreinigung zu einem großen Teil übernehmen können. In jedem Zimmer finden sich die verschiedenen Roboter problemlos zurecht und hinterlassen einen sauberen Fußboden. Selbst wenn sie noch nicht in der Lage sind, die manuelle Reinigung komplett zu übernehmen, so verlängern sie die Abstände, in denen von Hand die Reinigung durchgeführt werden muss, deutlich. Die Wischroboter überzeugen durch eine einfache Bedienung und einem geringen Wartungsaufwand.

  • Wie weiß der Wischroboter, wo er reinigen soll?

Die hochwertigen Modelle sind mit zahlreichen Sensoren ausgestattet. Sie ermöglichen es, dass der Wischroboter den Raum erfasst und wichtige Informationen zur Raumgröße, möglichen Hindernissen und verschmutzten Stellen sammeln kann. Wenn das Gerät bestimmte Bereiche nicht befahren soll, so kann das mit einer Abgrenzung, wie beispielsweise einer virtuellen Wand oder einem Magnetband verhindert werden.

  • Ist es möglich, dass der Wischroboter sich festfährt?

Das ist abhängig von der Gestaltung des Wohnraums und dem jeweiligen Modell. Die Wischroboter sind in der Regel sehr wendig und können sich aus den meisten Sackgassen selbst befreien. Sollte er sich dennoch einmal festfahren, dann gibt er ein akustisches Signal von sich, schaltet sich automatisch ab und wartet, bis das er freigesetzt wird. Um Störungen oder ein Festfahren zu vermeiden, sollten lose Kabel, Kleidungsstücke oder alles, was sich in dem Gerät verfangen kann, vor Arbeitsbeginn vom Boden aufgesammelt werden.

  • Wie ist es um die Betriebsdauer bestellt?

Bei der Betriebsdauer kommt es darauf an, welcher Reinigungsmodus gewählt wird. Bei einem Wischroboter, der nass reinigt, liegt diese modellabhängig zwischen rund 40 Minuten bis zu 150 Minuten. Im Trockenmodus hingegen beträgt die Betriebsdauer zwischen circa 60 Minuten und 180 Minuten.

  • Welche Bodenbeläge können mit einem Wischroboter gereinigt werden?

Die Wischroboter sind dafür geeignet, um trockene Hartböden zu reinigen. Ein solches Gerät kann Parkett, Laminat, Dielenböden, Hartholz, Fliesen, PVC und Linoleum reinigen. Eher verzichtet werden sollte auf die Reinigung mit einem Wischroboter, wenn günstiges Parkett oder Laminat verlegt wurde. Der Grund ist, dass bei diesen Belägen die Fugen nicht immer komplett dicht geschlossen sind, wodurch Wasser eindringen kann, so dass das Material aufquillt. Ebenfalls können fehlende Scheuerleisten oder Leisten ohne einen wasserdichten Abschluss ein Problem darstellen. Teppiche und Teppichböden hingegen können nicht mit einem Wischroboter gereinigt werden. Sollte das Gerät über eine Saugfunktion verfügen, dann können textile Bodenbeläge durch den Roboter abgesaugt werden.

  • Kann ein Wischroboter auch gemischte Bodenbeläge reinigen?

Einige Wohnbereiche sind mit gemischten Bodenbelägen ausgestattet. Damit ist gemeint, dass die Küche gefliest ist und im Wohnzimmer sich Laminat und Teppichboden abwechseln. Bevor der Wischroboter das erste Mal eingesetzt wird, sollten die Holzbeläge geprüft werden, ob diese für den Einsatz geeignet sind. Sollte das nicht der Fall sein, dann ist es empfehlenswert, den Bereich durch virtuelle Wände zu schützen.

Das beste Wischergebnis wird auf einem großflächigen und glatten Boden erzielt. Bei kleinen verwinkelten Räumen, Bodenbelag mit viel Teppich oder Teppichboden sowie Räumen mit Kabeln am Boden oder vielen Möbeln ist die Nutzung eines Wischroboters nicht empfehlenswert.