Cybercrime – computerbasierte Kriminalität ist oft unsichtbar

Die meisten Opfer von Internetkriminalität zählt Indien. So belief sich die Anzahl der Opfer auf rund 131,2 Millionen. Die Zahl der Opfer von Internetkriminalität belief sich in Deutschland auf rund 17,7 Millionen. Jedoch liegt China bezogen auf die Höhe der finanziellen Schäden durch Internetkriminalität von. Dort wurde 2017 ein finanzieller Gesamtschaden in Höhe von rund 66 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Am zweitstärksten betroffen war Brasilien mit einem Schaden in Höhe von 22,5 Milliarden US-Dollar.

Internetkriminalität hat verschiedene Formen

In Erscheinung tritt die Internetkriminalität in verschiedenen Formen. Im engeren Sinne umfasst diese Art der Kriminalität nach der Definition des Bundeskriminalamtes alle „Straftaten, die sich gegen das Internet, Datennetzt, informationstechnische Systeme oder andere Daten richten“.

Eine Form der Internetkriminalität ist das Phishing. Dieser Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern „Password“ und „fishing“ und benennt das Vorgehen, illegal Daten von Internetnutzern über gefälschte Webseiten, E-Mails oder Kurznachrichten zu beschaffen, um so einen Identitätsdiebstahl zu begehen. Das Ziel der Internetkriminalität ist es, vertrauliche Daten der User zu erhalten, wie bspw. Kreditkartennummern, Passwörter oder Kontodaten, um so bspw. mit den erhaltenen Daten die Konten zu plündern. Allein im März 2020 belief sich die Zahl der entdeckten Phishing-Webseiten auf rund 60.300. Mittlerweile wirken die sogenannten Phishing-Seiten inhaltlich seriös und vertrauenswürdig.

Dies gilt ebenfalls für die sogenannten Phishing-Mails. Dort wird bspw. um die Zusendung von Passwort (PIN) und Transaktionsnummer (TAN) gebeten, die angeblich benötigt werden, um die Systemumstellung des Kreditinstituts vorzunehmen. Selbst diese Anfragen sind täuschend echt und selbst kundige Internetuser erkennen die Tricks der Kriminellen nicht immer. Im vierten Quartal 2019 entfielen laut Kaspersky Lab rund 29,7 Prozent aller Phishing-Angriffe auf Banken. Gobale Internetportale lagen auf dem zweiten Rang solcher Attacken.

Der unsichtbare Spion: Internetkriminalität

In der Wirtschaft sind Computer kaum noch verzichtbar, denn sie rechnen, steuern, erfassen, kontrollieren und ermöglichen es weltweit zu kommunizieren. Sogar Gelder werden auf elektronischen Weg transferiert. Damit wird vielen Unternehmen und auch privaten Anwendern nicht nur die Arbeit erleichtert, sondern es werden dadurch erst viele Projektumsetzungen ermöglicht. Die Kriminalität hat sich längst in diesen Bereich verlagert. Die Computerkriminalität bzw. die Cyberkriminalität bedient sich bspw. der elektronischen Infrastruktur, um Straftaten zu begehen.

Die Internetkriminalität geht darüber hinaus und sie macht sich das World Wide Web bzw. die Technik des Internets zu Nutze. Damit sind die kriminellen Angriffe nicht mehr lokal auf einen Computer oder ein Computernetzwerk beschränkt. Ständig sehen sich die Software-Entwickler damit konfrontiert, Sicherheitslücken in den Betriebssystemen oder Programmen zu finden und diese zu schließen.

Online Detektive – sie löschen digitale Flächenbrände

Permanent sind online Detektive wie die der Detektei Wien dort aktiv, wo unvorsichtige Internetuser einen digitalen Flächenbrand entfacht haben. Laut einer Bitkom-Studie wurde bereits 2017 jeder zweite Internetnutzer Opfer von Cyberkriminellen. Am häufigsten aufgrund Schadsoftware, Identitätsdiebstahl oder Vorschussbetrug, bei dem sich falsche Liebhaber, Geschäftspartner oder Enkel per E-Mail und Social Media melden und um Geld bitten. Die Profis haben bereits eine Vielzahl solcher Fake-Nachrichten gelesen, die überwiegend in einem schlechten deutsch und mit plumpen Anmachen verfasst sind – so als hätte diese ein 10-Jähriger geschrieben. Aber dennoch, immer wieder fallen Menschen darauf rein.

So bspw. auf die „Romance Scammer“ bei denen es sich um falsche Verehrerinnen und Verehrer handelt, die sich als mittellose russische Schönheit ausgeben oder als US-amerikanischer Soldat auf der Suche nach der großen Liebe. Wahllos werden von ganzen Betrügergruppen wahllos E-Mails an gekaufte Adressen versendet oder an Facebook-Adressen und gehofft, dass sich eine einsame Seele darauf einlässt und später dann für einen angeblichen Notfall Geld überweist.

Interessant ist der Fakt, dass es sich bei den Opfern die darauf reinfallen, nicht unbedingt um ungebildete Menschen handelt, sondern Opfer von gekonnten Social Engineering – somit einer gezielten Manipulation auf Gefühlsebene. Es gibt Opfer, die sehr viel Geld dabei verloren haben und sich so schämen, wenn die Detektive beweisen, dass es sich um eine Gruppe von Betrügern handelt und nicht um einen einzigen Menschen, in den das Opfer verliebt war.

Beweise sammeln und dann handeln

Die Detektive sammeln bei Erpressungen, Cyberstalking und Rufmord zunächst Beweise im Netz, gelangen über die IP-Adresse an den Verdächtigen und wenden sich mit einem richterlichen Beschluss an den Provider, um dessen Identität herauszufinden. Handelt es sich um schlimmere Stalking-Fälle, dann wird auch vom Auto aus beschattet um so mehr herauszufinden. Schwieriger ist es, bei Vorschussbetrug an die Täter zu kommen, denn dabei handelt es sich zumeist um ausländische Kriminelle, die bspw. an der Elfenbeinküste leben und sich mit dieser Masche Ausbildung und Lebensunterhalt verdienen. Sie gehen Tag für Tag in die Schreibbüros, um dort die Fake-Nachrichten zu verfassen.

Allerdings ist es so gut wie nicht möglich, dort jemanden zu überführen, selbst dann wenn die Kriminellen gefunden werden. Anders bei Erbschafts-Scams. In diesem Fall ist es möglich, die Täter nach Deutschland zu locken und dann in Zusammenarbeit mit dem LKA die Verhaftung auszuführen. Dafür wird ganz einfach eine Geldübergabe in Deutschland abgesprochen, das Ticket gezahlt und der Lockvogel an dem verabredeten Treffpunkt postiert. Dort findet dann die Verhaftung statt. Doch oft handelt es sich dabei nur um Läufer und die Anführer der Banden sind schwer zu fassen.